Hofgeschichte

 

Ab dem 8. Jh. wird das Karbachtal (entlang der heutigen B32) besiedelt. Auf dem nördlich davon gelegenen Bergland herrscht undurchdringlicher Urwald vor, eine Besiedelung ist nicht möglich.  Ab dem 13. Jh. ist die Bevölkerung so angewachsen, dass auch diese Wildnis besiedelt wird. Einzelne Siedlungsplätze werden in den Wald gerodet. An den meisten dieser Wohnplätze sind noch heute Bauernhöfe zu finden, so auch in Luppmanns. Erstmals anfang des 13. Jh. als "Lugwang" erwähnt, ist es seither durchgehend bewohnt. Auf einer Landkarte des großen mittelalterlichen Kartenmalers Johann Andreas Rauch aus Wangen aus dem Jahr 1525 ist Luppmanns abgebildet und benannt. Eine Replik dieser Karte hängt auf der Waldburg.

Nach einer vermutlich sehr wechselvollen Geschichte gelangt der Hof im Jahr 1894 in den Besitz unserer Familie. Mein Ur-Urgroßvater Johann Forstenhäusler und seine Frau Josefa stammen aus Wetzisreute. Durch den Verkauf eines kleinen Hofes konnten sie das deutlich größere, aber völlig heruntergewirtschaftete Luppmann (damals noch ohne "s" am Ende) kaufen. Mit 5 Kindern und 7 Stück Vieh ziehen sie hier her.

 

1909 übernimmt Sohn Bernhard den Hof. Ein Teil des alten Stalles wird abgerissen, dafür ein neuer Stall und eine Scheune mit Hocheinfahrt errichtet. Diese bestehen bis heute. Für die Hocheinfahrt muss ein künstlicher Hügel aufgeschüttet werden. Man kann sich kaum vorstellen, wie mühselig diese Arbeit ohne Bagger, nur mit Pferdewagen, Schaufeln und Händen gewesen sein muss.

Der Hof besitzt einen eigenen Brunnen, allerdings wurde auch Wasser durch unterirdisch verlegte Holzrohre (Deichel) vom Hof Hochburg, dasca. 1 km entfernt liegt, hierher geleitet.

1919 wird das Wohnhaus zum ersten Mal umgebaut, der bisher nichtunterkellerte Ostteil wird unterkellert und neu aufgebaut. Der Ziegelgewölbekeller unter dem Rest bleibt bis heute erhalten. Ein genaues Erbauungsdatum ist nicht bekannt, er stammt aber vermutlich aus dem 18. Jh. 

1920 kommt der erste elektrische Strom nach Luppmanns. In Oberhelbler war ein Wasserkraftwerk errichtet worden, das die umliegenden Höfe versorgt. Noch heute kann man im Wald direkt an unserer Grenze die Reste der Schleuse sehen, mit der Bachwasser abgezweigt und über Betonrohre mehrere hundert Meter oberhalb des Bachbettes entlang geleitet wurden. Ein Teil der Rohre sowie das Fundament des Turbinenhauses sind erhalten. Erst 1938 wird Luppmanns an das öffentliche Stromnetz angeschlossen.

Landwirtschaft ist dennoch harte Arbeit


Nachdem Gebhard Forstenhäusler, der den Hof übernehmen sollte, im 2. Weltkrieg gefallen war, übernimmt meine Großmutter Rosa den Betrieb und heiratet Alois Peter. Er war Reiter im 2. Weltkrieg und nahm, so lange es seine Gesundheit zuließ, jedes Jahr am Blutritt in Weingarten teil.

 

In den 60ern wird das Wohnhaus zu großen Teilen abgerissen und um ein Stockwerk erweitert.  

In den 70ern übernimmt mein Vater Reinhold den Betrieb. Ende der 80er wird der noch bestehende alte Scheunenteil abgerissen und eine Maschinenhalle (heute die Liegehalle des Aktivstalls) errichtet.

 

2009 beginnt der Bau der Reithalle und des Aktivstalls. Außerdem wird der alte Schuppen abgerissen und neu wieder aufgebaut.


2013 übernehmen wir den Hof.  

Und so siehts heute aus 

 

 

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